Rainer Flößer Photography 

...ein Leben voller Bilder

 Gayana

 

 “Wer nie im Morgentau auf leichtbehuftem Pferde die Welt durchstreift, weiß nichts um des Lebens höchstes Glück.”


Die Blutegeltherapie ist ein Verfahren der Naturheilkunde und bereits seit etwa 2.000 Jahren bekannt. Während des Blutsaugens sondern die Egel verschiedene Stoffe in Blut und Gewebe ab. Dies macht man sich bei der Behandlung verschiedener Erkrankungen zunutze, zum Beispiel bei Entzündungen und Schmerzen und auch bei Sehnenverletzungen und ArthrosenUm Gayanas Sehne auf die Sprünge zu helfen, habe ich sie also vor einiger Zeit mit Blutegeln behandeln lassen. Erst fand sie’s nicht ganz so prickelnd, irgendwann schien dann aber die entspannende und schmerzlindernde Wirkung einzusetzen, denn sie fing an mit ihrem Kopf auf meiner Schulter einzuschlafen. Egon, Emil, Erich und Egelbert leben nach getaner Arbeit nun bei mir, weil ich es nicht übers Herz gebracht habe, sie in den Tod zu schicken, und über den Rentnerpool für Egel a. D. nichts Gescheites in Erfahrung bringen konnte. Nun stehen sie im Wasserglas bei uns in der Küche und ich bin gespannt, wann es den ersten Besuch rückwärts wieder raushaut… Ich persönlich finde sie eigentlich ganz hübsch und ein Haustier wollte ich ja schon immer haben, ich hätte es mir nur etwas kuscheliger gewünscht. Dafür entfällt das Gassi gehen und ich muss nur alle paar Tage mal das Wasser wechseln. Am dritten Tag sind zwei der vier allerdings gleich mal ausgebüchst. Der Deckel vom Glas war etwas lose und mir war nicht bewusst, dass Egel so weit hochkriechen, sich trotz vollgefressen mit Gayanas Blut so dünn machen können und offenbar sehr neugierig sind. Jetzt sitzen sie in einem besser verschließbaren Glas und halten den Ball flach... Am Pfingstsonntag hatte ich eine ganz besondere Ehre. Weil Gayana wegen ihres Sehnenschadens zur Zeit und vermutlich für ziemlich lange ja nicht geritten werden kann, hat Steffi mir angeboten, dass ich mich mal auf Rocket setzen darf. Da ich ja weiß, dass keiner sein Pferd einfach mal jedem leichtfertig unter den Hintern schiebt, habe ich mich nicht nur wahnsinnig über ihr Vertrauen und ihre Großzügigkeit gefreut, sondern war auch ziemlich nervös, weil ich natürlich auf gar keinen Fall irgendetwas falsch, für Rocket unangenehm und für Steffi enttäuschend oder zum schreiend Davonlaufen machen wollte. Während Rocket und ich uns also bemüht haben, uns anzunähern und aufeinander einzustellen, hat Steffi ihr Handy gezückt und eine wahre Bilderflut fabriziert, auf denen man, wenn man sie alle durchschaut, gut erkennen kann, wie Rocket und ich anfangs Sanskrit und Swahili sprechen, bevor sich zum Ende hin der „Sprachunterschied“ immer mehr minimiert und wir uns so etwa bei Schwäbisch und Hamburgerisch getroffen haben…. Es ist total seltsam, ein anderes Pferd zu reiten, wenn man fast 15 Jahre immer nur auf demselben einen saß, das man und das einen in- und auswendig kennt. Ich war mega froh auf Steffis Bildern zu sehen, dass mein Rocket-Reitversuch nur mäßig übel aussah. Im Gegensatz zu Gayana hat Rocket ja eine wahnsinnige Beinaktion, wenn er läuft, und ich habe Steffi immer beneidet, weil das natürlich auch auf Bildern genial aussieht, und jetzt hab ich auch ein paar Fotos, wo es aussieht, als ob ich mit einem Pferd im Galopp abheben könnte, sehr cool! Rocket setzt einen echt toll in Szene, der Süße! Am schönsten ist, dass Steffi mir angeboten hat, dass ich Rocket noch einmal reiten darf - dann kann ihr Bauchgrummeln beim Zuschauen nicht sooo groß gewesen sein, was mich sehr erleichtert. An dieser Stelle nochmal ein riesengroßes, dickes Dankeschön an Steffi für das tolle Angebot, das alles andere als selbstverständlich ist und mir eine große Freude gemacht hat!!!!


Stall + Himmelfahrt = Shooting. Eine ziemlich einfache Formel. Diesmal fand das große Event zwar am Tag nach Himmelfahrt statt, aber das sind ja Kinkerlitzchen. Die meisten Pferde sind inzwischen Routiniers, was das abgelichtet werden betrifft, junge Talente waren auch dabei, die sich vorbildlich präsentiert haben, ein paar Pferde kannten das Blitzlichtgewitter aber noch nicht und haben es ihren Besitzerinnen nicht ganz leicht gemacht. Alles in allem kann sich die Ausbeute an gelungenen Bildern aber wieder sehen lassen, denke ich, und einen schönen Tag mit Sonnenschein, Pizza, Kuchen und bester Laune hatten wir auch. Vielen, vielen Dank an Anni und Walter, dass ihr euch wieder einen ganzen Tag frei und für uns Zeit genommen und uns die Strohscheune zur Verfügung gestellt habt! Das ist einfach immer wieder toll! Da es nicht leicht war, die besten Fotos auszuwählen, habe ich einfach VIELE zusammengesucht. Viel Spaß beim Durchklicken 😊 !

Diesmal habe ich durch den ganzen Mai hindurch immer wieder mal das eine oder andere Bild gemacht. Man sieht, wie sich das Wetter verändert und die Winterjacken irgendwann schließlich doch endlich fürs Erste verbannt werden. Mitte Mai freute sich die Herde über erste warme Sonnenstrahlen nach dem Kälteeinbruch Anfang Mai, inzwischen freuen sich die Pferde fast täglich, wenn es nicht regnet, über den heißersehnten Koppelgang. Da Gayana ihren Sehnenschaden auskurieren muss, musste sie diesmal lange an der Hand grasen, bevor es auch für sie das erste Mal zu den anderen auf die Koppel ging. Mit ihnen hinunterrennen darf sie aber diesen Sommer nicht, stattdessen wird sie zur Herde geführt, was sie bislang auch sehr brav mitmacht. Baby Kuma entwickelt sich zum Teenager, auch wenn Anni kürzlich meinte, sie habe keinen Wach-, sondern einen Schoßhund. Ein bisschen Baby ist sie halt doch noch, das merkt man auch, wenn sie frierend unterm Stroh liegt, weil ihr Fell noch nicht dicht genug ist, und mit ihrem Hundeblick alle Herzen zum Schmelzen bringt. Mit Cookie gibt es einen tollen vierbeinigen Spielkameraden für sie und in Rainer hat sie ihren Haus- und Hoffotografen gefunden. Die Bilder, die er kürzlich von ihr gemacht hat, sind echt toll geworden. Und auch die menschlichen Babys, Tim und Tessa, wachsen und gedeihen. Tim liebt es, im Stall zu helfen, sei es bei der Koppel oder beim Füttern, und als kleiner Reitersmann sitzt er schon genauso lässig auf Thaddi wie auf dem Futterwagen. Gestern Nachmittag fiel die Koppel aus, aber so ganz ohne Bewegung wollte ich Gayana nicht lassen. Silvia wiederum hatte Flip schon bespaßt und wollte eigentlich gerade nach Hause, hat sich dann aber spontan entschlossen, Flip doch noch einmal rauszuholen und uns auf einer kleinen Runde zu begleiten, die an der Koppel des Nachbarstalls vorbei führen sollte. Was weder ich noch Gayana wussten: Seit Oktober gibt es im Nachbarstall zwei Shettys. Was ich wusste, aber Gayana nicht: Shettys sind auch Pferde. Gayana hingegen war sich ziemlich sicher, dass ich sie geradewegs in den Jurassic Park geführt hatte, und während Flip ohne zu zögern eine Kontaktaufnahme startete, war Gayana minutenlang zu keinem weiteren Schritt mehr zu bewegen und plusterte sich, unfähig sich zu entscheiden, ob sie sich doch vielleicht täuschte und mir vertrauen oder doch lieber eine Kehrtwende Richtung sicherer Heimat machen sollte, prustend zu ihrer ganzen Größe auf. Silvia, mit ihrem Fotoapparat bewaffnet, war begeistert, wie toll Gayana aussehen würde, ich hingegen wünschte mir wieder einmal, ich hätte mir damals einen Hund statt eines Fluchttiers zugelegt…. Mit viel gut Zureden, Geduld und Spucke schafften wir es irgendwann aber doch an den „Dinos“ vorbei und Gayanas Welt war wieder in Ordnung, kaum dass wir den Grusel hinter uns gelassen hatten. Dieser kleine Angsthase.


Mit Dolly hat Gayana eine treue Freundin gefunden. Die beiden dürfen oft zusammen flitzen und man hat den Eindruck, sie finden das richtig gut. Gayana hat ja schon im heißen Sommer letztes Jahr den Hundenapf für sich zum Trinken entdeckt, den ich ihr bei großem Durst locker bis zu zehn Mal immer wieder befüllen darf. Ganz offensichtlich fand Dolly das kürzlich sehr spannend – eine Einladung mitzutrinken hat Gayana allerdings nicht ausgesprochen, die arme Dolly musste das verschüttete Wasser neben dem Napf auflecken…. In der Reitstunde haben wir (mal wieder) an meinem Sitz gefeilt (Gayana scheint sich für Lenas engagierte Erklärungen teilweise auch zu interessieren und es gut zu heißen, dass sich hier jemand bemüht, dem untalentierten Frauchen etwas auf die Sprünge zu helfen) und die Seitengänge geübt. Ganz neu war für mich Travers durch die Ecken zu reiten, aber es hat immer wieder ganz gut geklappt. Schließlich habe ich einen der warmen letzten Apriltage genutzt, um Gayana wie jedes Jahr den Winterdreck und -staub aus dem Fell zu waschen, was sie mit Todesverachtung über sich hat ergehen lassen. Den kurzen Moment an diesem einen Tag im Jahr, wo mein Pferd frisch shampooniert in der Sonne glänzt, musste ich natürlich festhalten. Wenn ich morgen in den Stall komme, wird man vermutlich von all dem Glanz nichts mehr sehen…  


Für den Februar gibt es nur ein paar Handybilder. Wieder wurde ich an einem Morgen mit einem Sonnenaufgang beschenkt, den ich fotografieren musste, weil er so farbenprächtig war. Außerdem ist Trixie sehr anhänglich und verlangt nicht nur lautstark ihre Streicheleinheiten, sondern auch sehr ausgiebig, so dass ich mich kürzlich genötigt sah, mich mit ihr ins Stroh zu setzen, wo sie sich dann auf meinem Schoß häuslich eingerichtet hat. Manchmal beschleicht mich ja der Verdacht, dass nicht wir Menschen uns ein Tier halten, sondern wir in Wirklichkeit als Futterautomaten und Masseure schamlos ausgebeutet werden… Von Katzen weiß man ja bereits, dass sie uns nur als Dosenöffner betrachten, aber auch bei Gayana kann ich mich zur Zeit des Eindrucks nicht erwehren, dass alles, was sie interessiert, ist, dass ich sie möglichst ausgiebig an den Stellen kratze, wo sie selbst nicht hinkommt, der Fellwechsel sie aber juckend in den Wahnsinn treibt. Und wehe, ich höre schon nach einer halben Stunde auf. Indiskutabel!! Der zweite Lebenssinn ist bekanntermaßen fressen – und zur Zeit scheint das Stroh wieder so exzellent zu sein, dass man fast in den Ballen hineinkriecht und lustig geschmückt wieder hervorkommt. Gut, ist ja derzeit auch Fasching, da kann man als Pferd schon auch mal einen auf Einhorn machen und sich gut gelaunt einen Strohhalm auf der Stirn platzieren.  Mit Silvia habe ich vor Kurzem die Wippe hervorgeholt und in der Halle aufgebaut. Flip ist da ein echter Profi und ist lässig mit Silvia drauf und drüber und rauf und runter – Gayana fand das Ding eher ziemlich befremdlich und wollte auf gar keinen Fall soweit vorgehen, dass es kippt. Und als ich sie aufgefordert habe, Flip mal genau zuzuschauen, wirkte sie eher gelangweilt und ich finde, man sieht ihr an, dass sie gerade denkt: „Wenn du glaubst, dass ich das ich mich zu so einem Blödsinn herablasse, hast du dich aber schwer getäuscht!!“ Lieber ist sie dauernd über die Seite rechtzeitig wieder runter. Das müssen wir ganz eindeutig mal öfter üben! Und dann habe ich von Steffi noch ein paar Fotos von einem Moment bekommen, den ich leider nie erlebe, den es aber offenbar doch gibt, nämlich eine schlafende Gayana im Stroh !


Das alte Jahr hat zwischen den Jahren mit einem tollen Sonnenaufgang seinen Abschied eingeleitet. Manchmal wird das frühe Aufstehen belohnt! 2019 begann für Gayana mit „Ponyreiten“, denn Mattis und Jannis waren zu Besuch in Stuttgart und Freunde von Jörn und Birte waren mit ihrer Tochter auch gleich noch mitgekommen. Wie sehr Gayana Events dieser Art liebt, kann man ihrem Gesicht förmlich ablesen… Außerdem läuft sie ja seit einiger Zeit nicht mehr völlig klar und war sicherlich ganz froh, als sie die Runden um Runden mit diversen Kindern auf dem Rücken hinter sich hatte. Zumindest die Kinder hatten aber ihre Freude. Und ich bin immer so stolz auf sie, mit welcher Gelassenheit und Geduld sie das mitmacht. Im Anschluss habe ich die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und ein Familienbild in die Wege geleitet – nur Gayana hatte an dieser Stelle wohl endgültig die Faxen dicke und guckt leicht genervt aus der Wäsche... Auch der Abspritzschlauch stört die Gesamtkomposition leider etwas, aber was im Leben ist schon perfekt… 😉 Ein paar Tage später habe ich nach längerer Zeit mal wieder einen Reitversuch gewagt. Es lief ganz okay, aber wir hatten schon bessere Zeiten. Ich hoffe aufs Frühjahr und dass ihre steifen Gelenke mit der Wärme noch einmal etwas geschmeidiger werden und sie sich auch von der Energie und Lebensfreude her nochmal rappelt. Meine Osteopathin meinte, es sei, als nehme sie seelisch gerade Abschied vom Jungsein und verarbeite das Altwerden. Das macht mich traurig, aber auch das gehört leider zum Leben dazu…. 


Das Jahr ist nur so dahingeflogen! Und auch jetzt tut die Zeit kein bisschen langsamer, und wenn ich jetzt nicht endlich mal die Bilder von unserer Stallweihnacht einstelle, ist das Jahr rum… Wie immer am zweiten Dezemberwochenende haben Anni und Walter zur Weihnachtsfeier geladen und wie immer war es ein schönes, gemütliches Beisammensein. Anni hat sich eine riesige Mühe für unsere Geschenke gemacht. Neben Post-it-Blöcken mit einem Bild vom eigenen Pferdchen vorne drauf und einem Bleistift dazu, hat sie für jeden von uns den Kopf seines Vierbeiners gehäkelt, und zwar so richtig mit Liebe zum Detail, mit Blessen und Punkten, dass wirklich jeder sein Ross sofort erkennen konnte. Das war echt ein Highlight – was für eine liebevolle Mühe, auch wenn sie sagt, es war Feinmotorik-Schulung und Ergotherapie nach ihrer Schulter-OP. Außerdem hatten wir die Aufgabe, den Weihnachtsgruß der beiden als Puzzle aus Eisstielen zusammenzusetzen, was uns für eine gute Weile beschäftigt und viel Spaß gemacht hat. Silvia hat sich wie immer ein tolles Geschenk für die beiden ausgedacht und vom eingesammelten Geld einen großen Paravent als Ergänzung zur neu erworbenen Infrarot-Kabine besorgt, so dass sie diese nun noch mehr genießen können. Den sich normalerweise am darauffolgenden Sonntag anschließenden Nikolausritt mussten wir diesmal aufgrund des stürmischen und nassen Wetters um eine Woche verschieben, da Silvia und ich aber dringend unsere Weihnachtskartenbilder brauchten, war Walter so lieb und hat in der Strohscheune etwas Platz für uns geschaffen, so dass wir dort, zusammen mit Meli, Bernd und Tim, ein Mini-Nikolaus-Shooting mit super braven Pferdchen machen konnten. Weil es so windig war und wir ausnahmsweise den „Hintereingang“ zur Scheune benutzen mussten, hatten wir mit vielem gerechnet, aber nicht damit, dass Flip und Gayana wie zwei Weihnachtsengel ganz geduldig und gelassen mit gespitzten Ohren alles ohne mit der Wimper zu zucken über sich ergehen lassen würden. Wir waren sehr stolz auf die beiden!Am Morgen des Nikolausritts eine Woche später war sogar Schnee gefallen, bis wir allerdings losgeritten sind, war davon leider kaum noch was übrig. Dafür war es aber auch nicht rutschig oder glatt und wir konnten gemütlich die kleine Asphaltrunde drehen (es ging diesmal nicht in den Wald), bevor wir von Anni in der Halle mit Glühwein, Punsch und jeder Menge süßer Leckereien verwöhnt wurden. Die, die geritten waren (ich bin lieber mit Gayana gelaufen, weil sie zur Zeit nicht ganz klar geht), haben zuvor noch eine Spontan-Quadrille versucht hinzulegen. Auch wenn die alte Weisheit, dass Übung erst den Meister macht, da vielleicht ein wenig zutraf, war es doch auf jeden Fall mal eine nette, lustige Abwechslung und die Pferde bekamen zumindest noch etwas zusätzliche Bewegung 😉.


Ich mag ja immer gerne ein August-Shooting machen und freue mich, wenn es jemanden gibt, der uns begleitet und ebenfalls Lust auf Bilder hat. Und ich weiß auch, bei wem ich da meist offene Türen einrenne, wenn ich frage! So bin ich auch dieses Jahr mit Silvia und Flip losgezogen, und da sich Silvia im Anschluss mit Laura zum Ausreiten verabredet hatte, kam Laura direkt auch noch mit. Weit vom Stall entfernt haben wir uns diesmal nicht, die Apfelbäume vor den Schuler-Koppeln und das kleine, grüne Sitzeckchen vorne an der Straße boten gute Kulissen. Allein die am späten Nachmittag doch noch recht hoch stehende Sonne hatten wir unterschätzt – auf den ersten Bildern müssen wir noch ganz schön die Augen zusammenkneifen… Am Ende sind uns noch Nelly und Püppi begegnet, die wurden auch gleich abgelichtet. Zwei Wochen später hatte ich morgens die Halle alleine für mich und habe die Gelegenheit genutzt, einen über das ganze Areal verteilten Bodenarbeitsparcours für Gayana aufzubauen, mit vielen Stangen, Slalom und Acht. Von kleinen Veräppelungsversuchen abgesehen, hat sie schön mitgemacht und brav ihre Füßchen gehoben. Später stießen Ute und Dolly und Petra mit Flip dazu, und weil Rainer mit Gayana grasen war, während ich in der Halle aufgeräumt habe, und seine Kamera herrenlos auf der Bande herumlag, habe ich die Gelegenheit genutzt und noch ein paar Bilder von allen dreien geschossen. Am selben Sonntag abends dann bekamen Steffi, Michi, Petra, Nicole und Marie noch ein eigenes Shooting und wir hatten richtig viel Spaß dabei. Gayana war sicher nicht böse, dass sie zuhause bleiben durfte und ich diesmal nur den Part der Fotoassistenz übernommen habe, bei dem es zugegebenermaßen nicht wirklich viel zu tun gab. Die Apfelbaum-Wäldchen-Location hatten wir ja 14 Tage zuvor schon getestet, und dann gab es bei den Maisfeldern beim Ackerlehrpfad sogar noch ein paar Fotos in Action. Im Nachhinein betrachtet, hätte ich Gayana vielleicht doch satteln und mitnehmen sollen – die Galoppbilder von Steffi, Marie und Nicole sind echt schön geworden, und auch die Portraits von allen können sich sehen lassen, finde ich. Am gelungensten sind aber selbstverständlich die Bilder vom „Galopp mit Sprung der Pferdelosen“, den wir am Schluss formvollendet choreografiert hingelegt haben!! Das soll uns erstmal einer nachmachen 😃 (vor allem die sagenhaften Gesichtsausdrücke insbesondere der beteiligten Damen…).


Der Juni ist mittlerweile vorübergeeilt, ohne dass das Projekt „schöne Bilder“ umgesetzt worden wäre… Dafür gibt es Handy-Bilder, denn letzten Sonntag hatten sich Silvia und Petra zum Kutsche fahren verabredet und Petra mit Paulchen dazu eingeladen und da ich zufällig zu der Zeit auch im Stall war, habe ich mich spontan als Kutschenbegleitung angeschlossen und kam so zum tatsächlich ersten Mal in diesem Jahr mal auf dem Pferd sitzend ins Grüne. Das war schön! Wir sind viele Wiesenwege gegangen und konnten so auch öfter mal traben, was prima geklappt hat, aber Gayana war ja schon immer ein gutes Kutschenbegleitpferd. Silvia ist abwechselnd geritten und gefahren und zum Schluss habe ich ebenfalls den Platz gewechselt und mich fahren lassen. Es ist echt super, wie lässig und brav Flip und Gayana hinter der Kutsche hertrotten, wenn wir uns von Monty ziehen lassen. Man hat fast den Eindruck, sie finden das gut. Am Ende waren wir anderthalb Stunden unterwegs und kamen bestens gelaunt von unserem entspannten Sonntagsausflug zurück.


 

Gayanas sicher besonders geschätztes “Geschenk” zu ihrem 21. Geburtstag am 18. Mai war der Besuch von Michael zur Pediküre. Das Heben der Beine fällt ihr schwer und entsprechend unbeliebt sind die Huftermine bei ihr. Natürlich habe ich Michael verraten, dass Gayana Geburtstag hat, und er meinte, das sei eine Premiere für ihn. Soweit er sich erinnere, habe er noch nie einem Pferd an seinem Geburtstag die Hufe ausgeschnitten. Aber wie es der Zufall so will, kam die noch viel bessere Geschichte gleich hinterher: Michael selbst hatte an diesem Tag nämlich auch Geburtstag! Da hatte ich also das Vergnügen, gleich zwei Geburtstagskinder um mich zu haben!

Tags darauf hatten Anni und Walter zum Spontangrillen geladen. Allzu viele waren dem Aufruf nicht gefolgt (vermutlich war es für die meisten tatsächlich zu spontan), aber die, die da waren, hatten Spaß und ließen es sich schmecken.

Und schon länger hatten Rainer und ich vor, mal wieder ein paar Fotos irgendwo draußen zu machen, aber so herrlich das Wetter zur Zeit ist – abends zog es immer zu und es gab kein schönes Fotolicht. Deshalb kam er dann einfach mal vormittags mit. Geplant war, dass Gayana erst bewegt wird, dann geschrubbt und wir dann nach einer netten Location suchen, aber ausgerechnet an diesem Tag war mein Ross ein Brett unter mir und zäh und keine rechte Freude zum Reiten. Entsprechend mein teilweise unglaublich begeisterter Gesichtsausdruck auf den Bildern… Wie man sieht, hab ich sie aber trotzdem lieb!!! Und auch das Waschen hat sie diesmal total brav über sich ergehen lassen, obwohl sie es hasst. Da durfte sie zur Belohnung grasen und wir haben den zweiten Anlauf Bilder zu machen einfach gestrichen. Das wird dann im Juni nachgeholt, damit es in diesem Monat auch ein paar gute Bilder gibt! 


Zunächst für Anfang Mai angekündigt, kamen die Pferde dieses Jahr dann überraschend doch schon eine Woche früher auf die Koppel und durften sich über eine seltene Koppelsaisoneröffnung (gerade noch) im April freuen. Dass etwas Besonderes in der Luft lag, hatten sie schnell raus, denn es wuselten ungewöhnlich viele Zweibeiner an diesem Freitagabend auf dem Hof herum und das hatte ja wohl was zu bedeuten… Brav sammelte man sich zum Aufhalftern in den Fressständern – und war dann ziemlich verwundert, als draußen Hufgetrappel von den Boxen her zu hören war, denn diesmal waren die Damen und Herren von den Boxen zuerst dran, und als die geholt wurden, drehten sich alle Köpfe erstaunt in Richtung der Boxen. Alle? Nein! Ein von unbeugsamem Hunger befallenes Pferd hörte nicht auf, sich lieber dem Heuhaufen vor seiner Nase zu widmen. Typisch Gayana halt wieder… Das Leben ist zu kurz, um sich durch irgendwas irritieren zu lassen, wenn es was zu fressen gibt. Wie man sieht, sind jetzt auch unsere an Weihnachten bemalten Namensnasenriemenüberzieher an den Halftern im Einsatz und es gibt keine Halfterfragen oder -verwechslungen mehr. Nachdem die Boxenstuten fröhlich ein Weilchen über eine der unteren Koppeln galoppiert und die Wallache oben auf der Koppel hinter der Reithalle verstaut waren, kamen endlich die Laufstallbewohner zu ihrem Recht und durften nach langer Zeit mal wieder auf die Baumkoppel, wo der Großteil der Herde ein kleines Feuerwerk an Koppelfreude abbrannte und voller Lebenslust rannte und sprang und bockte. Die älteren WG-Mitglieder wie Flip, Sammy und Gayana hatten allerdings schnell die Faxen dicke und zogen es vor, die Köpfe ins Gras zu stecken und sich keine Minute kostbare Graszeit entgehen zu lassen. Der Freudentanz der Jungspunde um sie herum ließ sie kalt. Da macht sich wohl die Gelassenheit und innere Ruhe der Lebenserfahrenen bemerkbar, denn wie wir alle wissen, das Leben ist zu kurz, um sich… Sagte ich es schon?

Der traditionelle Koppelkaffee fand dann am Sonntag statt. Wie immer gab es viele Leckereien und Köstlichkeiten, mit denen wir uns bei fantastischem Wetter den Bauch vollschlugen, bevor die „Eisdielensaison“ auch für die Rösser weiterging. Diesmal durfte die Herde auf die untere Koppel, die begeistert im Galopp erobert wurde, bevor die Köpfe runtergingen und getestet wurde, ob auch dieses Gras gut schmeckt. Mensch und Tier glücklich und zufrieden, Sonnenschein und lecker Essen – Herz, was willst du mehr?

 

Die Zeit rast und es ist schon wieder Advent und der Sommer längst vorüber, den Herbst haben wir irgendwie übersprungen und nun kommen schon die Bilder von unserer diesjährigen Stallweihnachtsfeier und dem traditionellen Nikolausritt am folgenden Vormittag. Wie immer hatten wir eine schöne, gut gelaunte Feier bei reichlich leckerem Essen und wurden von Anni und Walter diesmal jeder mit einem Stick beschert, der nicht nur an einem sehr hübschen Pferdefotoanhänger befestigt ist, sondern auf dem jeder zuhause auch noch eine Sammlung von Bildern seines Lieblings aus den vergangenen Jahren fand. Dazu durfte jeder für sein Pferd einen Stoffnasenriemen fürs Koppelhalfter beschriften, damit im kommenden Sommer jeder beim Aufhalftern helfen kann und Anni nicht immer den willigen Helfern das zum Pferd gehörende Halfter ansagen muss. Da ich überhaupt kein Zeichentalent habe, sieht meine Beschriftung leider nicht rasend attraktiv aus, aber ein paar Leute haben sich ziemlich ins Zeug gelegt und sehr hübsche Kunstwerke fabriziert.

Das inzwischen auch schon institutionalisierte Shooting vor dem Nikolausritt, auf das vor allem Silvia und ich scharf sind, weil wir jedes Jahr ein neues Foto für unsere Weihnachtskarten brauchen, fand noch unter verhältnismäßig angenehmen Witterungsbedingungen statt, doch bis wir alle fertig verkleidet und die Kutsche eingespannt war, sah es schon ganz anders aus und Schneeflöckchen, Weißröckchen kam munter vom Himmel geschneit. Gepaart mit einem ziemlich bitterkalten Wind wurde es sehr schnell ganz schön ungemütlich und nach ein paar hundert Metern wurde einstimmig beschlossen, die Runde drastisch zu verkürzen und statt in den Wald nur die kleine Asphaltrunde zu gehen. Das war bestimmt keine falsche Entscheidung, denn wie man auf den Bildern sehen kann, hat es ziemlich heftig geschneit und es wurde auch glatt und es war saukalt. Dafür ist die Fotoausbeute dieses Jahr endlich mal wieder der Jahreszeit entsprechend weiß und irgendwie cool mit den vielen hübschen Schneeflocken, die da um uns rumwirbeln und mein schwarzes Ross in einen Schimmel verwandeln. Anni und Walter haben dann kurzerhand das Auto in der Halle geparkt und den Kofferraum geöffnet, aus dem es dann, wie sonst am Hexenhäuschen, die süßen Reste vom Vorabend mit Punsch und Glühwein für uns gab. Von vier Nikoläusen wurde sogar noch eine spontane Quadrille um uns und das Auto herum dargeboten. So hat uns das Wetter zwar einen Strich durch die Waldrunde gemacht, aber die gute Laune und die schönen Fotos konnte es uns nicht verderben!

 

Am 27.08. hat Walter seinen 60. Geburtstag groß in der Halle im Stall gefeiert. Wir hatten sehr gelungene, lustige Stunden miteinander, es gab ein leckeres Mittagessen und die Befürchtung, es könne zu wenig Kuchen für alle mitgebracht werden, erwies sich als völlig unbegründet, denn das Kuchenbüffet bog sich förmlich unter all den Köstlichkeiten, die aufgefahren wurden. Dass man einen mobilen Kaffeestand mieten kann, war mir neu, aber das war eine super Idee und richtig hübsch gestaltet war er auch. Trotz der Sommergrippe, die Walter sich zu allem Überfluss kurz zuvor noch eingefangen hatte, konnte er seinen Ehrentag hoffentlich genießen und hatte so viel Spaß wie seine Gäste! Vielen, vielen Dank, Walter und Anni, für die Einladung und all die Mühe, die ihr euch für uns gemacht habt! Es war ein tolles Ereignis und ein richtig schöner Tag!

 

Nachdem wir zwei Wochen lang versucht hatten, sonntagabends mal ein paar Fotos zu schießen, uns aber das Wetter stets einen Strich durch die Rechnung machte, hat es am letzten Julisonntag dann doch noch geklappt. Es gab nicht nur ein wunderschönes Abendlicht, sondern auch Stoppelfelder, und Dagi und ich freuten uns auf ein paar schöne Galoppbilder. Leider waren aber diesmal die Pferde nicht so gut drauf, vor allem Gayana hatte so gar keine Lust… Deshalb gibt es weit weniger und weit weniger spektakuläre Bilder als wir uns das vorgestellt hatten. Man sieht Gayana ihre Unlust deutlich an und mir, wie anstrengend es war, eine schnellere Gangart aus ihr heraus zu kitzeln. Nun ja, man kann nicht alles haben. Dafür ist die Abendstimmung ganz toll und vielleicht klappt es ja, dass wir im August noch einmal einen Versuch starten, der dann etwas leichtfüßiger aussieht, so dass es zum schönen Licht dann auch passt.

 

Nun haben wir schon Mitte Juli – die Zeit rast! Als ich heute Morgen in den Stall kam, kamen die Pferde gerade auf die Koppel, und da zusammen mit mir auch Sabine, Silvia und Yvonne nur noch den dem Gras entgegen rennenden Hinterteilen unserer Rösser hinterherschauen konnten und es zudem (angeblich aufgrund des Blumenstraußes, den ich gestern im Stall dabei hatte, aber das ist eine andere Geschichte…) ein paar Neuigkeiten aus unserem „ach, so langweiligen Stallleben“ (wie Sabine spottet) zu erzählen gab, beschloss Anni einen spontanen Brunch zu machen, stellte Wurst, Käse, Marmelade, Kaffee und Tee auf den Tisch, Silvia holte Brötchen und wir taten es den Pferden gleich und schlugen uns die Bäuche voll. Dabei stellten wir nicht nur wieder einmal fest, wie wunderbar wir es bei Anni und Walter haben, sondern erfuhren auch, was sich binnen 12 Stunden so alles zutragen kann, nämlich dass Sandra gestern Abend ohne Vorankündigung Knall auf Fall ihre Aneesha in den Hänger gepackt und den Pferdehof mit wehenden Fahnen verlassen hat und dass im Gegenzug Meli ihren Shiraz zumindest vorübergehend heute zurückbringt, da er in seinem neuen Zuhause in Welzheim etwas zu übermütig wurde. Dabei ist es gerade mal zwei Wochen her, dass wir Ende Juni ebenfalls mit einem Brunch von ihr und Viola Abschied genommen haben. Viola wird aus dem hohen Norden kaum zurückkehren, aber dass Meli nun erstmal wieder da ist, freut uns sehr, auch wenn es nur ein kürzeres Gastspiel werden wird, zumindest bis ihr Baby da ist. Man beachte hier das besonders gelungene Foto von Walter inmitten seiner mampfenden Hühnerschar… Im Anschluss an den heutigen Brunch haben Silvia, Sabine, die beiden Petras, Simone und ich unsere Vierbeiner gesattelt und sind zu einem sehr entspannten 1 ½ Stunden-Ausritt aufgebrochen, der uns allen viel Spaß gemacht hat. Außerdem sind die Shooting-Bilder von Gayana inzwischen auch fertig und ich bin sehr angetan von meinem hübschen Pferd vor der schwarzen Kulisse!

 

 

Tatatataaa – die Ergebnisse vom Stall-Shooting 2017 sind da!!

Wieder war es Christi Himmelfahrt, aber trotzdem war alles diesmal anders. Nicht nur, dass ein neuer Teilnehmerrekord von 18 Menschen mit ihren Pferden aufgestellt wurde, es gab diesmal auch keine Strohkulisse, obwohl alles wie gehabt in der Strohscheune stattfand. Stattdessen hat Rainer mit Ines‘, Annis und Walters Hilfe am Vorabend ein großes Stück einer Wand der Scheune mit schwarzem Karton beklebt, vor der Mensch und Tier sich dann drapierten. Nachdem sich die meisten Vierbeiner nach all den Jahren endlich daran gewöhnt haben, dass einmal im Jahr seltsame Dinge in der Scheune geschehen, es aber wenigstens Stroh und Heu zum Knabbern gibt, war vielen von ihnen die schwarze Wand diesmal doch wieder eher unheimlich und sie tänzelten aufgeregt hin und her, statt brav ruhig zu stehen und ein nettes Gesicht zu machen. Mit einer Engelsgeduld (die zum Beispiel auch Gayana völlig fehlt, denn sie gehörte auch zu denen, die es Rainer (und mir!!!) nicht gerade leicht gemacht haben…) und viel Humor hat Rainer aber von 10 Uhr vormittags bis 17 Uhr am Nachmittag alle Beteiligten abgelichtet, und ich denke mal, wirklich für jeden ist das eine oder andere wirklich schöne Bild entstanden. Die Fotos von „hinter den Kulissen“ stammen von Anni, die uns zusammen mit Walter nicht nur mit vollem Körpereinsatz, sondern auch mit Kaffee und Kuchen wie jedes Jahr großartig unterstützt hat. Euch beiden gebührt das größte Dankeschön überhaupt, ihr seid einfach die Allerbesten!!!! Und Jana, auch dir ganz lieben Dank für Brezeln und Hefezopf – wir wissen es ja alle, aber an Tagen wie diesen ist unsere tolle Stallgemeinschaft immer ganz besonders spürbar und ich freu mich einfach riesig, ein Teil davon zu sein! Und jetzt viel Freude beim Bilder angucken – ich glaube, man kann sie haben!

 

 Warum Freiheitsdressur? Weil sie dir die Wahrheit über dein Verhältnis zu deinem Pferd erzählt. Nimmst du deinem Pferd das Halfter ab, bleibt nur eines: Kommunikation auf Augenhöhe. Pferde haben bereits einen natürlichen Mitteilungsweg: sie kommunizieren über Bewegung und Richtung, über Körpersprache. Deswegen liegt in der Freiarbeit der Lernpart vor allem bei uns, den Menschen. Wir müssen lernen wahrzunehmen, wie unser Pferd "tickt", wie wir ein unsichtbares Band knüpfen können. Und wie wir das Pferd motivieren können, die Führung abzugeben und unsere Führung anzunehmen. Die freie Bodenarbeit ist ein intensives Kommunikationstraining, das die Bindung zum Pferd stärkt und verbessert, sie schafft eine Respekt- und Vertrauensbasis und ändert die mentale Einstellung des Pferdes uns gegenüber. Es lernt, uns die Hauptaufmerksamkeit zu schenken, sich niemals unaufgefordert abzuwenden und uns als Leittier anzuerkennen. Es lernt, unseren Raum zu respektieren und uns zu vertrauen. Es beginnt zu verstehen, Richtung, Gangart, Tempo zu halten und sich jederzeit "einfangen" zu lassen. Über das, was diese Bilder zeigen, freue ich mich deshalb ganz besonders, nämlich dass Gayana und ich mittlerweile eine zwar noch kleine, aber recht feine Strecke auf dem Weg der „Liberty“-Arbeit zurückgelegt haben. Es gelingt uns mittlerweile schon recht gut, uns über Richtung und Gangart ohne Zaum und Halfter zu verständigen, und das ist ein so schönes Gefühl, das lässt sich gar nicht in Worte fassen! Richtig, richtig schön, finde ich, sind auch die weiteren Bilder dieses kalten Aprilsamstags geworden, denn auch Rainer geht ja beständig neue Wege bei seinem Hobby und hat sich diesmal an der Pferdeportaitfotografie vor einem schwarzen Hintergrund versucht. Dafür, dass er „nur“ geübt hat, können die Ergebnisse sich mehr als sehen lassen! Das war ein ziemlich erfolgreicher Vormittag für uns alle.

 

 

Am Verladekurs am 26.03. haben Gayana und ich zwar nicht teilgenommen, weil Gayana ja glücklicherweise problemlos in einen Hänger geht, aber mit Dagi, Jana, Hannah, Melli, Viola und Nicole gab es genügend Interessierte, die einen Vormittag lang fleißig mit ihren Lieblingen geübt und dabei ein bisschen „Linsenfutter“ für Rainer abgegeben haben. So gab es viel buntes Spielzeug für die Pferde zum Desensibilisieren, bevor es ans eigentliche Verladetraining ging. Soweit sich das von den Fotos her sagen lässt, scheinen alle einen vergnüglichen und lehrreichen Vormittag gehabt zu haben!

 

HAPPY NEW YEAR!

 Eigentlich hatte ich ja gehofft, es kämen noch ein paar „richtige“ Schneewinterwonderlandbilder dazu, aber leider sieht es im Moment nicht danach aus, deshalb gibt es zum Jahresauftakt erstmal nur ein paar Handyfotos von Sabines, Lukes, Gayanas und meinem Spaziergang im ersten Schnee dieses Winters am Ende der ersten Januarwoche. Sonne hatten wir keine, aber eine lustige Zeit, denn Luki war gut drauf und fand die Umgebung ab und zu etwas unheimlich, lief ein bisschen rückwärts oder seitwärts oder machte ein paar Sprünglein… Gayana hingegen machte eher den Eindruck gepflegter Langeweile. Man sieht es auch schon auf den Bildern – der Lukebub mit dem wachen Blick und den gespitzten Ohren, wohingegen Gayana eher desinteressiert wirkt und allenfalls dem unterm Schnee verborgenen Gras etwas abgewinnen kann. Selfies mit dem Handy mit zwei riesigen Pferdeköpfen sind auch nicht gerade einfach zu schießen, aber ich habe mein Bestes gegeben… Und ganz zum Schluss wurden wir dann auch noch mit Schnee von oben beglückt. Von Silvia bekam ich kürzlich das Foto von der schlafenden Gayana aus dem Stall geschickt. Ist es nicht zum Dahinschmelzen süß?? Bin ganz verzückt!! ;-) Nachtrag: Nach dem ersten Schnee zu Beginn, haben Sabine, Luke, Gayana und ich den Januar heute spazierengehend im letzten Schnee beendet. Das schrie natürlich danach, noch einmal ein paar Handyselfies zu schießen. Die Bildausschnitte sind noch etwas weniger gelungen als vor vier Wochen, aber diesmal schien die Sonne, es hatte unglaubliche 2 Grad über 0, was uns total warm vorkam, und beide Pferde waren sehr entspannt. Das Foto mit Blick über die mit den letzten Schneeresten bedeckten Felder entstand, glaube ich, aus Versehen, aber ich habe es als Erinnerung an diesen ersten „richtigen“ Winter seit Jahren trotzdem drin gelassen. Aber nächste Woche soll’s wärmer werden und vielleicht gibt es diesmal ja dann einen frühen Frühlingsbeginn, wer weiß?

 

Alle Jahre wieder… laden Anni und Walter zur Stall-Weihnachtsfeier, und so trafen wir uns auch dieses Jahr am ersten Dezembersamstagabend im wie immer hübsch hergerichteten und geschmückten Putzplatzbereich und genossen das leckere Buffet und die fröhliche Runde. Anni und Walter bekamen ihr Geschenk zwar diesmal nicht vom Nikolaus persönlich, aber dafür war es ein besonders tolles, von dem wir alle im Sommer nach dem Koppel absammeln profitieren werden, nämlich eine Eismaschine. Einen Gutschein für das Fotobuch von ihrer Namibia-Reise gab es noch obendrauf, und der kam per (Pappmaschee-)Elefant, den Michi gebastelt hat und der der Knaller des Abends war. Bis zur Weihnachtsfeier im kommenden Jahr hat Michi nun den Auftrag, von sämtlichen Pferden ein Pappmaschee-Abbild zu schaffen…. Tags darauf brachen wir dann zum traditionellen Nikolausritt auf. Bei Minustemperaturen habe ich diesmal nicht nur die Skihose aus dem Schrank gekramt, über die ich echt froh war, sondern mich auch mit Silvia und Sandra dazu entschlossen, die Strecke zum Hexenhäuschen zu laufen, statt zu reiten, was eine sehr gute Idee war, denn wir waren so ziemlich die einzigen, die nicht gefroren haben, dank der schön angeregten Blutzirkulation. Auch Gayana wird dieser Nikolausausflug in Erinnerung bleiben, denn sie durfte zu meinem Entsetzen von Rainers Hefezopf naschen und den ersten Zucker ihres Lebens kosten, der ihr, wie man auf dem einen Bild sieht, ganz offensichtlich gut geschmeckt hat.

 

Der zu Ende gehende Oktober brachte zwei nette kleine Highlights im Stallgeschehen. Nach langer Zeit haben Silvia und ich es endlich mal wieder zu einem gemeinsamen Spaziergang mit Flip und Gayana geschafft. Leider hatten wir Rainer nicht dabei, nur die Handys, um das denkwürdige Ereignis dokumentarisch festzuhalten. Qualitativ sind die Bilder deshalb nicht so doll, aber trotzdem sind sie sehr nett geworden und zeigen gut gelaunte Menschen und Tiere. Eine Woche danach haben Dagi, Jana und ich uns zum Brunch im Reiterstüble verabredet – und dazu stießen dann noch Lena und Viola, Jana hatte Clara noch mitgebracht und auch für Dagis Mann und Tochter hatte die sich unter all den Köstlichkeiten beinahe biegende Tafel noch genügend „Futter“ übrig, als die beiden am Pferdehof das Ziel ihrer Fahrradtour erreichten hatten. Wir haben uns genüsslich die Bäuche vollgeschlagen und hatten total viel Spaß zusammen (und am Ende das Gefühl, nie wieder etwas essen zu müssen…). Leider habe ich auch diese Fotos nur mit der kleinen Kamera gemacht und irgendwie auch keine so guten Momente erwischt – dass wir auf den Bildern öfter etwas ernst aus der Wäsche schauen, täuscht. Wir wollen das Event baldmöglichst wiederholen. Die richtig guten Fotos entstanden schließlich an Allerheiligen, als Rainer Dagis und meinen Ausritt in den herbstlich-bunten Seewald abgelichtet hat. DAS ist Stimmung! Schade, dass man Rainer nicht zu jedem Ereignis, das man gerne für die Ewigkeit gebannt hätte, einfach herbeamen kann…

 

Der September war herrlich warm und schön. Zu warm manchmal für Branka und Chipsy, doch die Reiter haben’s genossen. So sind wieder einmal ein paar stimmungsvolle Fotos im Stall entstanden – Anfang September haben sich Silvia, Jako, Cori und Yvonne vor die Linse gewagt, Ende September hat Petra mit der Kutsche posiert und auch Gayana musste sich mal wieder ablichten lassen, obwohl sie doch viel lieber in Ruhe die letzten Grashälmchen dieses Sommers gezupft hätte. Auf einen Sprung vorbeigeschaut haben auch Sandy und Leo, der mit seinen himmelblauen Augen die Frauenwelt verzückte! Von mir aus müsste dieser Sonnenherbst nicht enden. Wer braucht schon Nässe, Kälte und Winter???

 

Anfang Juni blühte auf der hinteren Koppel wunderschön der Klatschmohn und das Gras ragte in die Höhe und es schien die perfekte Kulisse für schöne Fotos zu sein. Gayana allerdings sah das etwas anders. Für sie war es das perfekte Schlaraffenland. Was Rainer also vor die Linse bekam, war statt Romantik der profane Kampf ums Gras in Gayanas Maul…. Vor einer Woche haben Sabine, Jenny und ich uns auf den Weg zu einem der Sonnenblumenfelder gemacht, die gerade in voller Blüte stehen, und uns dort ablichten lassen. Da wir die Pferde dazu von der Koppel holen mussten, hielt sich deren Begeisterung in Grenzen, was man ihnen auch ansieht. Dafür hatten die Zweibeiner Spaß miteinander.

 

Der Andrang beim schon beinahe traditionellen Stall-Fotoshooting in Annis und Walters Strohscheune wird größer! Diesmal fand es Anfang Mai statt und es waren ganze 15 Shootings und alles lief total harmonisch ab. Alle Pferde haben sehr lieb mitgemacht. Langsam scheinen sich alle daran gewöhnt zu haben, dass sie einmal im Jahr in die Scheune geführt werden. Außerdem lag die Koppeleröffnung, die im Anschluss stattfand, in der Luft, und vielleicht dachten sie, dass sie dort schneller hinkommen, je braver sie beim Fotografieren sind. Ich fand, dass es ein sehr gelungener Tag war, entspannt und sonnig und fast wie ein Urlaubstag, und ich freue mich schon auf Rainers nächstes Stroh-Shooting im kommenden Jahr!

 

 

Als ich an einem Sonntag Anfang Februar im Stall einfuhr, war Silvia gerade auf dem Weg, um mit Flip eine Asphaltrunde zu drehen. Dass Flip dazu allerdings überhaupt keine Lust hatte, sah man ihm schon auf die Entfernung an. Wie es aussieht, wäre er am liebsten einfach zu mir ins Auto gestiegen und hätte sich fahren lassen. Dass es schon ganz schön eng für mich zwischen Lenkrad und Rückenlehne wurde, als er nur seinen Kopf durchs Fenster gesteckt hat, zählte für ihn als Argument irgendwie nicht….

Mittlerweile ist der März da, aber von Frühlingsbeginn keine Spur. Es ist weiterhin kalt und überwiegend trüb. Die arme Lena musste heute drei Stunden in dieser Kälte zubringen, um Sabine, Dagi und mir das Einmaleins des Reitens noch ein bisschen näher zu bringen. Gayana und ich allerdings haben wahrhaftig nicht gefroren, denn nach langer Pause hat Lena heute mal wieder ein paar Stangen zum Drüberhüpfen für uns aufgebaut, die allerdings erst einmal Luke benutzen durfte. Unsere Stunde startete dann mit dem Üben des Travers vom Boden aus, das Gayana links total leichtfällt, aber rechts hat sie irgendwie einen Knoten im Kopf. Lenas Hilfestellung fand sie anfangs ziemlich lästig, was sie auch deutlich gezeigt hat, wie man auf den Bildern sieht. Danach gab’s eine Runde Freestyle – die Acht um die Hütchen – bevor es an die Stangenarbeit ging. Die hat heute besser geklappt und ich hab Gayana nicht mehr so sehr ausgebremst, stattdessen sind wir meistens ziemlich ordentlich über die Dinger gekommen. Gut, dass Rainer so viele Bilder von hinten gemacht hat – von vorne guckt man (oder zumindest ich) während des Springvorgangs nämlich ziemlich dämlich aus der Wäsche…. Eine halbe Woche später bei der Bodenarbeit hat Cori mit meinem Handy ein paar Bilder gemacht, als wir mit Gayana mit dem Paletten-Mini-Podest geübt haben. Mit den Vorderbeinen stellt sie sich ja immer ganz problemlos drauf, deshalb hat Lena versucht, ob sie es sich auch mit allen vier Füßen traut – und siehe da: Nach nur wenigen Versuchen war das gesamte Pferdchen oben. Leider hat der Blitz des Handys auf die Entfernung nicht gereicht und die Fotos sind unscharf geworden, aber als Beweismittel taugen sie trotzdem.

 

Wie alle Jahre wieder…. haben wir auch an diesem Dezemberanfang einen schönen Weihnachtsfeierabend bei leckerem Essen, Freude über Geschenke und fröhlicher Stimmung miteinander verbracht. Auch diesmal hat es sich der Nikolaus nicht nehmen lassen, Anni, Walter und Tine ihr Geschenk persönlich vorbeizubringen. Es war ein sehr putziger Nikolaus, der uns vorbeigeschickt wurde!

Wie ebenfalls traditionell jedes Jahr folgte am nächsten Tag unser Nikolausritt. Und das auch noch direkt am 06. Dezember. Bei frühlingshaften Temperaturen und gleißendem Sonnenschein war es wie immer echt nett zu sehen, wie sich vor allem die älteren Spaziergänger über unsere Nikolaus-Kolonne gefreut haben. Mit Monti haben wir ja praktischerweise auch ein eingefahrenes Pferd im Stall, so dass wir heuer sogar eine Kutsche dabei hatten. Alle Pferdchens waren super brav und es war wieder einmal ein sehr gelungener gemeinsamer Ausritt, den Anni im Anschluss noch mit einer leckeren Kartoffelsuppe krönte. Wie oft sitzt man schon mal an einem 06. Dezember auf Biergarnituren in der Sonne und schlürft gemütlich Kartoffelsuppe?? So lasse ich mir das Leben gefallen!

 

Auch dieses Jahr habe ich auf das nun schon fast traditionelle August-Shooting bestanden, für das es am 23.08. dann auch höchste Zeit wurde, bevor der August vollends vorüber geeilt ist. Mit von der Partie waren diesmal Silvia und Dagi. Insgesamt waren wir zwei Stunden beschäftigt und Flip, Püppi und Gayana waren mehr als happy über so viel Gelegenheit zum Grasen. Dass man nach der langen Koppelpause aufgrund der Trockenheit der vergangenen Wochen eigentlich langsam wieder angrasen sollte, haben unsere Lieblinge schlichtweg als vollkommen überflüssig abgehakt und sich in den Zeiten, wo sie nicht posieren mussten, auf das inzwischen wieder frisch wachsende Gras gestürzt. Zwischendurch waren sie aber so nett, für die Kamera ab und zu den Kopf oben zu lassen. Und auch mit dem Hintergrund kann man diesmal zufrieden sein: Wir haben es geschafft, zwei Stellen zu finden, an denen weder Industriebauten, noch andere Häuser oder Autobahnschilder das Bild verschandeln. Ich finde, die entstandenen Fotos können sich wieder einmal sehen lassen!

 

Nachdem Tatjana und ich vor drei Wochen erstmals gemeinsam mit Caddy und Gayana ausreiten waren und dabei nicht nur erfreut festgestellt haben, wie gut die beiden Rösser vom Tempo her zusammenpassen, sondern auch äußert entspannt nebeneinander ein Stoppelfeld galoppiert sind, wollten wir das gerne noch einmal mit Fotograf wiederholen, weil uns dieser Ausritt nicht nur großen Spaß gemacht hat, sondern man ja auch Stoppelfeldbilder nicht alle Tage bekommt. Gesagt, getan, am ersten Augustsonntag war es soweit – nur natürlich kam alles ganz anders als wir uns das so ausgedacht hatten. Kurz bevor wir „unser“ Stoppelfeld erreicht hatten, riss es sich jemand mit einem Dressurkracher vom Nachbarstall unter den Nagel und jagte mit diesem Feuerstuhl Runde um Runde über das Feld – etwas, was Caddy wohl ein wenig zu interessiert beobachtet hat, denn als wir schließlich und endlich alleine waren und kaum angefangen hatten, ein wenig zu traben und zu galoppieren, wurde er ein bisschen zu ausgelassen und übermütig und schoss Tatjana erstmal ab. Rainer war noch gar nicht richtig präpariert fürs Fotografieren, deshalb sind die Bilder zwar unscharf geworden (was ein echter Fotograf ist, hält aber trotzdem sofort drauf, gell!), nichtsdestotrotz zeigen sie aber ein sehr spektakuläres Rodeo. Glücklicherweise ist Tatjana nichts passiert, nicht einmal eine Schramme von den Stoppeln hat sie abbekommen, und sie saß schneller wieder auf Caddy als ich mich vom Schreck überhaupt erholt hatte. Danach ließ der junge Mann zwar alle vier Füße auf dem Boden, war aber trotzdem noch eine ganze Weile ziemlich raketenmäßig unterwegs. Gayana hat sich davon zum Glück nicht beeindrucken lassen. Sie ließ Caddy um sie rum flitzen, bis er sich ausgetobt hatte, und lief mit mir brav ihre Runden um die Strohballen herum. Das zweite Stoppelfeld, das wir genutzt haben, hätten wir vielleicht zuerst nehmen sollen, denn das ging bergauf und hätte Caddys Eskapaden dadurch möglicherweise ausgebremst. Hier konnten wir endlich einen genauso schönen, entspannten Galopp nebeneinander genießen, wie wir uns das ursprünglich mal vorgestellt hatten. Somit gab es also am Ende doch noch einen harmonischen Abschluss dieses Shootings der etwas anderen Art. 

 

 

Mattis und Jannis haben eine Woche Urlaub im Süden beim Opa und der Tante gemacht und Mattis wollte unbedingt reiten gehen. Als es dann aber soweit war, verließen ihn plötzlich Mut und Entdeckergeist und er wollte lieber doch nicht aufs Pferd, dafür hat Jannis Gayana für sich entdeckt und sein Herz an sie verloren - er wollte nämlich gar nicht mehr runter! Am 31.07. haben Dagi und ich mal wieder Unterricht bei Lena gehabt, die mit uns einmal mehr Freestyle geübt hat. Diesmal war die Aufgabe, einen ordentlichen Zirkel im Trab zu reiten, nur mit Körperhilfen, ohne Zügel. Zur Unterstützung wurden an den Zirkelpunkten und bei C Hütchen als "Tore" aufgestellt, X wurde mit Stangen versehen, so dass auch noch ein gymnastischer Effekt für die Pferdchens da war. Durch die Hütchentore und über die Stangen zu kommen, klappt mittlerweile ganz gut, aaaaber die Sache mit der schönen gebogenen Linie und nicht auf den Hufschlag zu driften, wo man nicht soll .... nun ja, so kriegt man Mensch und Pferd weg vom Zügel und ran an den Sitz - mit gaaaanz viiiieeeel Üben!!!! :-)

 

 

Ein Blick in Annis und Walters Scheune verriet uns, dass die Heu- und Strohballen mal wieder sehr dekorativ herumlagen, und da die beiden nichts dagegen hatten, dass Rainer ihre Scheune einmal mehr in ein Fotostudio verwandelte, fand am 13.06. die Stall-Fotosession 2015 statt. Sage und schreibe 12 liebe Menschen mit ihren Lieblingen hatten Interesse, von Rainer abgelichtet zu werden. Von der großen Aufregung, die sowohl Gabor als auch Flip in den fremden Gefilden ergriffen hat, so dass sie kaum zu bändigen und keine Sekunde zum Stillstehen zu überreden waren, merkt man auf den Bildern erstaunlicherweise nichts. Stattdessen sind die beiden fast die einzigen Pferdchens, die so gut wie nie Heu im Maul haben und immer die Ohren gespitzt halten. Großes Lob auch an Sarah und Silvia, die sich nicht haben unterkriegen lassen und denen man ihren Kampf mit den beiden jungen Herren nicht anmerkt. Wie richtige Profis! Wie es Silvia wirklich ging, kann, wer mag, sehr unterhaltsam auf ihrem Blog nachlesen: flipundaquino.blogspot.de. Die meisten der anderen vierbeinigen Teilnehmer waren hoch entzückt über das Schlaraffenland, das sich da vor ihrer Nase auftat, und waren nur schwer vom Fressen bis Platzen abzulenken. Gayana selbstverständlich inklusive. Ich hab es irgendwann aufgegeben, auf Bilder ohne Halme im oder grünen Schmodder ums Maul herum zu hoffen. Ich glaube aber, für jeden, der dabei war, ist wieder das eine oder andere Foto dabei, das ihm zusagt. Hier ist eine Auswahl der Werke, die mir am besten gefallen. Sind dann doch ein paar Bilder zusammengekommen :-). Ist einfach toll, so einen Fotografen an der Hand zu haben!!!!  


 

Der diesjährige Koppelkaffee fand am 10.05. statt. Die eigentliche Koppeleröffnung war von Gehrings dieses Jahr überraschend und ganz spontan vorgezogen worden, und so durften die Pferde schon ein paar Tage zuvor zum ersten Mal das Grün genießen. Deshalb gibt es dieses Jahr keine Bilder vom "ersten Mal". Nichtsdestotrotz war es wie immer ein schöner und fröhlicher Nachmittag bei viel leckerem selbstgebackenem Kuchen und mit den gemütlich grasenden Pferden im Hintergrund. Nur einmal wurde es Gayana ganz offensichtlich zu ungemütlich und Diddle musste sich schnell verziehen, wie man sieht. Anfangs klebte sie wie gehabt an Sammy, aber zu jedermanns Erstaunen gingen die beiden nach einer Weile plötzlich getrennte Wege. Ehekrach??? Mal sehen, wie sich die Dinge über den Sommer entwickeln.

 

 

Für unsere Reitstunde in dieser Woche hatte sich Lena wieder mal was Neues einfallen lassen. Freestyle, also ohne Zügel reiten, üben wir ja schon länger, um das zügelunabhängige Reiten, den Sitz und Gayanas Aufmerksamkeit für Sitz und Bein zu schulen. Diesmal sollte es ohne Zügel über Cavalettis gehen. Sehr witzig! So ganz habe ich den Mut dazu, Gayana im Galopp so richtig vorwärts über die Dinger zu schicken, nicht gefunden, und weil Gayana ja ein liebes Pferd ist, hat sie auch brav auf mich gehört und ist immer wieder in den Trab gefallen, wenn sie das (richtige) Gefühl hatte, dass es ihrem Passagier da oben etwas mulmig wurde. Echt komisch, wie gern man sich auf die Scheinsicherheit von Zügeln verlassen möchte! Aber am Ende hat es dann doch noch geklappt. Noch nicht in dem Galopp, den Lena sich vorstellt, aber immerhin schon mal ohne auszufallen. Spaß gemacht hat es allemal! Und Rainers Kamera hat ein paar dann doch ganz ansehnliche Momente eingefangen.

 

Diese Bilder sind eine Studie in Sachen "Was kann ein Handy und was eine Nikon?". Das Osterwochenende gestaltete sich einigermaßen sonnig, aber kalt. Als ich an Karfreitag in den Stall kam, döste die Herde friedlich in der Sonne und man konnte im Freien putzen, wo Gayana munter weiterschlief.  Bei der Stangenarbeit mit Lena musste sie dann aufwachen. An Ostersonntag feierte Aquino seinen Geburtstag und knutschte mit Kumpel Flip in der Sonne. Zwei Tage später war es schon deutlich wärmer und wir haben mit Luke und Püppi eine große Asphaltrunde gedreht, danach durften die Pferdchens noch eine Weile gemütlich grasen.

 

 

Eigentlich gibt es keine großartigen neuen Bilder, aber ein paar wenige sind in den letzten Wochen doch entstanden. Das alte Jahr endete mit einem Beritt von und Unterricht bei Lena. Das Wälzen danach war für Gayana wie immer ein Genuss - und beim Aufstehen erinnert sie mich irgendwie stark an Jar Jar Binks... Den richtig tollen Schnee haben wir leider fotomäßig verpasst, aber als Silvia, Sandra, Armin und ich vor kurzem mal ausreiten waren, lag immerhin eine Puderzuckerdecke, und Silvia und Sandra haben ein paar winterliche Aufnahmen gemacht, die ich nun netterweise hier zeigen kann. Trotz Skihose (der absolut beste Kauf in diesem Winter, sie ist Gold wert!) war es irgendwann so kalt, dass wir abgestiegen sind und geführt haben, um wieder etwas warm zu werden. Von der Affenkälte abgesehen hatten wir einen entspannten Ausritt zusammen und haben eine schöne, große Runde gedreht.

 

 

Auch in diesem Jahr haben Anni und Walter wieder eine wunderschöne Weihnachtsfeier für uns ausgerichtet. Da sie diesmal am 06.12. stattfand, hat es sich der Nikolaus höchstpersönlich nicht nehmen lassen vorbeizuschauen und den beiden das Geschenk ihrer Einsteller zu überreichen. Zuvor hat er sogar noch sehr unterhaltsam eine kleine Geschichte über sein Leben zum Besten gegeben. Anni hatte sich eine besondere Art des Wichtelns für uns ausgedacht, bei der jeder mittels eines kleinen Gutscheins einem anderen im Stall etwas Gutes im kommenden Jahr zukommen lassen konnte. Das fanden alle eine sehr schöne Idee und ich glaube, jeder hat auch etwas bekommen, worüber er sich freuen konnte. Für mich geht Eva im nächsten Frühjahr einmal mit Gayana grasen. Jede Menge leckerer Sachen zum Essen gab es natürlich auch und ein hübsches Geschenk von Anni hat auch jeder noch bekommen. So war es wieder einmal ein gelungener und vergnüglicher Abend für uns alle. Am darauffolgenden Sonntag trafen wir uns dann zum traditionellen Nikolausritt zum Weiterfuttern am Hexenhäusle im Seewald. Mit dem Wetter hatten wir wie meistens Glück: es war zwar kühl und trüb, aber es hat weder geregnet, noch mussten wir uns, wie vor zwei Jahren, durch einen Schneesturm kämpfen. Am Ende kamen Pferde und Reiter mit einem Lächeln im Gesicht wieder im Stall an und wir hatten über zwei Tage ein paar richtig nette Stunden miteinander verbracht. - Danke an Sandra für den kleinen Videofilm :-) !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Noch ein Feiertag, der mit herrlichstem Sonnenschein erfreute - was Jana, Clara und ich zum Anlass für einen Spaziergang mit Püppi und Gayana nahmen. Und nein - wir haben nicht schon Frühjahr 2015, was man glatt meinen könnte, sondern den 01. November! Blumenbilder an Allerheiligen.... mal was anderes! Gayana fand es großartig, sich den Bauch mit Gras vollzuschlagen, und war nicht sehr willig, mit erhobenem Kopf zu posieren. Ab und zu tat sie mir dennoch den Gefallen. Püppi hingegen scheint sich gerne zu präsentieren und so entstanden diese frühlingshaft anmutenden Herbstbilder.

 

Der 03.10. war nicht nur ein Feiertag, sondern erstrahlte auch in wunderbarem Wetter, so dass Gayana erst mit Winni grasen durfte, bevor Dagi und ich mit Püppi und Gayana zu einem fast zweistündigen Ausritt zum Seewald aufgebrochen sind. Püppi fand den Ausflug in ihr noch nicht sehr vertraute Gefilde ziemlich aufregend, hat aber trotzdem brav mitgemacht. Gayana war sehr lässig drauf, hat es aber dennoch nicht eingesehen, auch mal mit gutem Beispiel voran die Führung zu übernehmen, sondern blieb ihrer Haltung, der andere soll zuerst gefressen werden, treu und hat sich meist schön hinter Püppi verkrochen. Ich glaube, das gewöhne ich ihr nicht mehr ab!

 

Zu einem neuerlichen August-Shooting haben Sabine und Jan, Silvia, Jako und ich uns am 09.08. mit Rainer verabredet. Beschienen von der Abendsonne sind wieder einmal ein paar schöne, stimmungsvolle und auch lustige Bilder entstanden. Wir hatten viel Spaß in unserer Maisfeld- und Stoppelfeld-Kulisse miteinander. Flip hat sich von unserer guten Laune gleich so sehr anstecken lassen, dass er ganz übermütig ein paar Bocksprünge gemacht hat, als Jako und ich doch eigentlich nur friedlich traben wollten. Ohne Sattel war das gar nicht so einfach zu sitzen, als dann auch Gayana beschlossen hat, an Fahrt aufzunehmen. Immerhin: Die Passagiere haben die Balance gehalten und sind oben geblieben! Die Sonnenblumen haben wir danach dann doch lieber im Schritt besucht....  Einige Tage zuvor hat Rainer sich für Dagi und Püppi Zeit genommen und es sind ebenfalls schöne Fotos herausgekommen.

 

Am 19.07. haben Anni und Walter ihre Einsteller zum Stockbrotessen eingeladen. Bei herrlichem Sommerwetter hatten wir einen vergnüglichen Abend (vielleicht von den zahlreichen Schnakenstichen mal abgesehen...). Ganz früh am nächsten Morgen haben Silvia und ich uns gleich wieder getroffen, um eine gemütliche Runde ausreiten zu gehen. Weil es auf den Stoppelfeldern und mit den Blumenstreifen um die Felder herum so schön war, haben wir versucht, ein paar stimmungsvolle Bilder zu machen, aber unsere Kamera heißt halt nicht Nikon und wir nicht Rainer, deshalb ist das Ergebnis von sich ständig wegen der Fliegen schüttelnden Pferden herunter, die auch lieber gegrast hätten statt einfach ruhig zu stehen, nicht ganz so beeindruckend geworden. Das nächste Mal muss Rainer wieder mit, so viel steht fest!

 

Für Jennys und Sandros Standesamttermin am 16.05. musste Gayana mit Lena und mir ein paar Mal "Städtle-Laufen" üben, denn sie liebt es ja gar nicht, wenn sie in ihr unbekannte Gefilde muss - und mutterseelenallein (also ohne Begleitpferd, nur mit zwei Menschen) an den Säbelzahnschweinen und Greifhühnern des Nachbarn vorbeizukommen war eine große Herausforderung für sie, ebenso wie an den ganzen unheimlichen Häusern vorbei durch Münchingen bis zum Rathaus zu laufen. Aber das Üben hat sich gelohnt: Am großen Tag selbst war sie mit ihren Herdenkumpels an ihrer Seite ganz cool und wir alle zusammen konnten Jenny und Sandro ein richtig schönes Spalier bieten. Im Juni waren wir zweimal mit Cori und Cheyenne unterwegs, einmal eine große Runde durch den Seewald und einmal an den schönen, golden leuchtenden Getreidefeldern entlang. Auch dabei sind ein paar nette Bilder entstanden.

 

Am 26.04. fand eine große Fotosession am Pferdehof statt. Rainer hat sich viel Zeit genommen und einige Reiter mit ihren Pferden porträtiert. Herausgekommen sind, wie man sieht, echt schöne Bilder. Was sich “hinter den Kulissen” so abspielte, um die Aufmerksamkeit der Pferde zu bekommen, damit sie ihre Ohren spitzen und hübsch in die Kamera gucken, wurde ebenfalls festgehalten. Genutzt und Wirkung gezeigt hat es allerdings nicht immer... Jedenfalls war es ein lustiger und schöner Tag und alle hatten Spaß und am Ende einige gute Bilder von sich und ihrem Liebling.

 

Die ersten Bilder 2014 entstanden an der diesjährigen Koppeleröffnung am 06.04. Wie immer gab es viele Leckereien und ein fröhliches Miteinander der Pferdeleute, bevor die Vierbeiner schließlich auf ihre Kosten kamen und die Koppel in Besitz nehmen durften. Diesem Ereignis fiebern wir ja immer alle entgegen, aber irgendwie wird es von Jahr zu Jahr unspektakulärer. Anni ist darüber gar nicht traurig, denn umso geringer ist natürlich die Gefahr, dass den Vierbeinern im Übermut etwas zustößt, aber alle anderen Zuschauer und Fotografen waren ein wenig enttäuscht - obwohl ich finde, dass die Bilder trotzdem den Spaß der Herde zeigen und sehr schön geworden sind. Gayana hat sich selbstredend sofort und wie immer an Sammy gehängt, was sowohl Petra als auch ich langsam echt langweilig finden (“Jedes Jahr die gleichen Bilder!” wie Petra frustriert meinte), aber wenn es die beiden glücklich macht.....

 

 Auch dieses Jahr hatten wir wieder eine sehr schöne Weihnachtsfeier zusammen. Sie fand schon am 07.12. statt. Am Tag danach gab es den traditionellen Nikolausritt - diesmal ohne Schneesturm, aber wie immer mit Punsch und den leckeren süßen Resten vom Vorabend beim Halt im Seewald am Hexenhäusle. Im Vergleich mit den letzten Jahren waren ein paar Pferde weniger mit von der Partie, aber alle waren sehr brav und wir hatten einen entspannten, schönen Ausritt. Auch die Spaziergänger hat unser Aufzug, wie immer, erfreut.

 

 Diese Bilder entstanden einmal Anfang September und einmal Ende des Monats. Man kann den Temperatursturz mehr als erahnen!!! Am 07.09. war wieder einmal fröhliches Koppel absammeln. Goldenes und warmes Herbstwetter sorgt am 20. Oktober für gute Stimmung und schöne Fotos.

 

 

 Fast die gesamte erste Hälfte des Jahres war es KALT. Ich dachte, ich werde die blaue Jacke und dicken Pullis diesmal nie los… Zwar schwand im März das Winterfell und immer mal wieder hoffte man dank ein paar kümmerlicher Tage ohne Schnee auf Frühling, wie am 07.03., als sich Felix mit Gayana auf der Wiese zwischen den spärlichen Grashalmen tummelt – doch schon am 25.03. schneite es wieder so kräftig, dass der Schnee sogar in der Halle lag. Mitte April versuchte es der Frühling erneut, doch so richtig satt Farbe fürs Auge mit Löwenzahn und blauem Himmel gab’s erst Anfang Mai. Dennoch regnete es weiterhin viel und der Raps blühte, doch wir mussten deshalb auch an Gayanas 16. Geburtstag am 18.05. noch an der Hand grasen gehen. Mit der Koppeleröffnung wurde es erst am 07.06. was; ich glaube, so spät wie nie zuvor. Den Juni durch bekam Gayana eine Magnetfelddecken-Wellnesskur, es wurde im Stall gegrillt und wir fuhren zu Nina auf einen Lehrgang über „Kulinarische Seitengänge“ nach Welzheim. Im Juni waren wir zweimal Kutsche fahren, und Flip hatte einen Vogel. Ganz neue Erkenntnisse schließlich für Gayana und mich im August bei einem Parelli-Kurs, an dessen Verfeinerung wir seither beständig fleißig üben.